Isomatten

Welche Typen gibt es?

Auf dem „Outdoormarkt“ findet man viele unterschiedliche Matten, welche sich in Material, Struktur, Aufbau und Einsatzzweck grundsätzlich unterscheiden. Um  ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir hier eine kleine Auflistung der gängigsten Mattentypen zusammengefasst.

  1. Die einfachen Schaumstoffmatten.

Diese werden aus Polyethylen (PE) und je nach Güteklasse mit offen- oder geschlossenzelligem Schaum gefertigt. Wobei der geschlossenzellige Schaum wesentlich biegsamer und druckbeständiger, somit langlebiger ist. Ebenso bietet der Markt neben den „Schaumtypen“, diverse Materialstärken und Beschichtungen an. So bietet eine, mit Aluminium beschichtete Matte einen höheren Isolationswert, als eine Matte ohne diese Beschichtung. Eine andere Art der erhöhten Wärmeleistung erreicht man durch eine Noppen-oder Waffelstruktur (wie z.B. Therm-a-Rest Z-Lite). Auf Grund der entstehenden Hohlräume zwischen Schlafsack und Matte wird Wärmeleistung gesteigert.

Vorteil: -sehr günstig

Nachteil: - nicht sehr langlebig

                 - kein hoher Komfort

Einsatzgebiet: Vor allem Expeditionen, wo eine hohe Zuverlässigkeit gebraucht wird.

Tipp: Für eine gesteigerte Isolation, einfach 2 „Waffelstrukturierte“ Matten übereinander legen!

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  1. Die selbstaufblasenden Isomatten.

Diese Matten sind mit Polyurethanschaum gefüllte Matten, welche mit einer luftdichten Außenschicht versehen sind. Die Funktionsweise ist sehr simpel, einfach das Ventil (bzw. die Ventile) öffnen und der sich in der Matte befindliche Schaum ist bestrebt in seine Ausgangsform zurück zu kehren. Dieser saugt Luft an und füllt somit die Matte, bzw. die Schaumporen und Kanäle in der Matte. Packmass und Gewicht wird durch spezielle Kanäle bzw. Schaumstoffausstanzungen erreicht. Auch bei den selbstaufblasenden Matten gibt es unterschiedlichste Materialstärken, je nach Einsatzgebiet, gewünschten Komfort und Isolationswert.

Vorteile: - viele verschiedene Varianten

                 - sehr variabel einsetzbar

Tipp: Therm-a-Rest bietet, als „Vorreiter“ der selbstaufblasenden Isomatten, auf fast alle Produkte eine lebenslange Garantie

Einsatzgebiet: Dicke Matten (bis 10cm Stärke) werden gerne im Campingbereich genutzt, da dort Komfort an erster Stelle steht und nicht Gewicht und Packmass

Dünne (2,5cm) bis Mittlere Matten (3,8 bis 5cm Stärke) finden im Trekking Bereich großen Anklang. Hier muss man dann Abwegen zwischen Packmass/Packgewicht und Isolationswert.

Firmen/Modelle: Therm-a-Rest/ Trail, Trail Lite, Base Camp, ProLite ;        Exped /   SIM Lite, SIM Comfort; Ortlieb

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  1. Die „Luftmatratzen/Luftmatten“.

Hier sind nicht die Luftmatratzen zum Baden gemeint, sondern extrem leichte, luftdichte Laminatmatten. Diese Matten werden in der Regel selber aufgeblasen, entweder mit dem Mund oder mit Hilfe einer Pumpe (teilweise in den Matten integriert). Zur Steigerung der Isolation werden teilweise verschiedene Materialien zusätzlich in die Matten eingearbeitet. Zum Beispiel Daune (Exped DownMat) oder Kunstfaser (Exped SynMat). Mit diesen Füllungen erreicht man sehr hohe Isolationswerte, welche von anderen Mattentypen nicht erreicht werden. Ohne Füllung haben die Matten einen sehr geringen Isolations/Wärmewert. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass diese Isomatten extrem klein verpackbar und leicht sind.

Vorteile: - leicht, klein verpackbar

                  - hohe Isolationswerte

Einsatzgebiete: Für alle Arten von „Outdoor“ geeignet, angefangen vom Campen, über Trekking bis hin zu Expeditionen. Die „Luftmatten“ machen überall eine gute Figur.

Firme/Modelle: Exped/ DownMat, SynMat, AirMat,

                             Therm-a-Rest/NeoAir, NeoAir Trekker

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