Mehrprofi-Checkliste Norwegen

Die unterschiedlichen Angelarten und das benötigte Zubehör


Klassisches, leichtes bis mittleres Pilken

 hierfür benötigt man eine Pilkrute von 2,40 – 3,00 Meter Länge und einen Wurfgewicht von ca. 70  - 150 g. Bestückt wird diese Rute mit einer Stationärrolle mit einer Schnurfassung von ungefähr 300m/0,30-0,35mm Mono. Diese Rolle wird optimaler weise mit einer geflochtenen Schnur, der Stärke 0,14 – 0,19mm bespult. Als Köder kommen Pilker von 50 – 200 g, Gummifische mit passenden Bleiköpfen und unterschiedlichste Paternoster zum Einsatz. Die gängigsten Paternoster bestehen aus Gummimakks und Dorschfliegen mit Hakengrößen um 4/0 – 8/0.

Schweres Pilkangeln- leichtes Naturköderangeln

Ähnlich wie beim leichten Pilkangeln benötigt man eine Rute, die hier aber etwas kürzer, um 2,10 – 2,60m, ausfällt. Das Wurfgewicht ist dementsprechend höher ca. 200 – 300 g oder 15 – 25 Lbs. Als Rolle kommen nur große, robuste Stationärrollen oder besser noch Multirollen zum Einsatz. Diese werden mit geflochtener Schnur der Stärken 0,20 -0,28mm bespult. Auch hier dienen Pilker als Hauptköder (ab 250 Gramm).Ebenso fängig sind große Gummifische an schweren Bleiköpfen (z.Bsp. Giant Jigheads). Als Beifänger werden ebenso Gummimakks, oder ähnliches verwendet mit Haken bis Größe 12/0. Zum leichten Naturköderfischen braucht man Bleie in Gewichten von 200 – 450g, Naturködervorfächer, welche meistens mit Gummioctopussen, Leuchtschlauch und Perlen versehen sind. Als Köder kommen hier ganze Fische, Fischfetzen, Muschel-oder Krebsfleisch zum Einsatz.

Schweres Naturköderangeln

Hier braucht man kurze Ruten, um 1,50 -2,10 Meter Länge mit einen Wurfgewicht von 30 – 50Lbs. Als Rollen kommen nur robuste Multirollen mit großer Schnurfassung in Frage. Bespult werden diese mit geflochtener Schnur um 0,30mm. Die Montage zum schweren Grundfischen besteht meist aus einen Abstandhalter für das Blei, dieses kommt in Gewichten ab 400g bis 1500g zum Einsatz. Desweiteren aus einem Naturködersystem, welches aus mindestens 0,80mm besser stärkerer Monofil hergestellt ist. Die Köder sind die gleichen wie beim leichten Naturköderfischen(Fische, Fischfetzen, Garnelen-und Muschelfleisch, Oktopusse), nur eine Nummer größer. Als vorteilhaft beim Grundfischen mit Naturködern haben sich immer wieder Knicklichte oder spezielle Tiefseelichter(Flash-Baits) bewehrt.

Spinnfischen vom Ufer, oder ultraleicht vom Boot

Die Rute wählt man vom Ufer aus besser um 3,00 m, vom Boot reichen meist 2,70m aus. Das Wurfgewicht sollte um 50 g liegen. Die passende Stationärrolle der 4000er Größe ist bespult mit ca. 0,26mm Mono oder dünner Geflochtener um 0,12 mm.
Als Köder kommen leichte Pilker, Gummifische, Twister, Blinker und ähnliches zum Einsatz. In der Makrelenzeit, lohnt sich auch der Einsatz von speziellen Makrelenpaternostern.

Kleinteile


„Jede Kette ist nur so stark wie sein schwächstes Glied!“ Diesen Spruch kennt wohl jeder und hier trifft er voll und ganz zu!

Oft sträflich missachtet, sind solche Teile wie Wirbel, Karabiner, Knotenlos, Drillinge und Einzelhaken. Diese sind aber ein wichtiges Glied in unserer „Kette“. Hier sollte man wert auf Qualität legen und angepasst an die jeweilige Angelart  die Größe der diversen Teile auswählen. So zum Beispiel reicht an einem 150 g Pilker meist ein Drilling der Größe 4/0 – 6/0, ein großer Pilker ab 400 g, kann auch schon mal mit Haken der Größe 12/0 ausgerüstet sein.

Allgemeines Zubehör, was auf dem Boot nicht fehlen darf


Landehilfen

Einen oder mehrere kleine Fische kann man meist bequem an Bord hieven. Aber wenn der Große beißt, sind diverse Landehilfen von Nöten.

Gaff
– mit geschärfter Spitze bekommt man (fast) jeden Fisch ins Boot

Kescher
– wer den ein oder anderen Fisch schonend landen und eventuell zurück setzen will, ist mit einem großen Kescher gut bedient. Gummierte Netze sind da von Vorteil, weil sie schonend zur Fischschleimhaut sind, weniger riechen und sich Haken darin kaum verfangen.

Harpune – für das Angeln auf große Heilbutt unverzichtbar, da versagen Kescher oder Gaff

„Werkzeuge“

Filetieresser - ein gutes Filetiermesser mit mindestens 15cm Klingenlänge darf nie fehlen, damit man den Fang auch in feinste Filets verarbeiten kann

Messer - auf dem Boot ist auch der Einsatz eines einfachen Messers angebracht, egal ob zum schneiden von Fischfetzen als Köder, bearbeiten von Schnur und Montagen oder einen Kehlschnitt am gefangen Fisch vorzunehmen

Fischtöter – zum waidgerechten betäuben des gefangen Fisches
Messerschärfer – egal ob Wetzstab oder Wetzsteine, jedes Messer braucht ab und an eine „Schärfung“

Gefriertüten –verschieden Größen solltet ihr mitnehmen, oder Frischhaltefolie, in diese wird das Filet mehrfach eingewickelt, ordentlich verschlossen und anschließend mit
Textmarker beschriftet. Damit man auch am Ende einer Tour weis wem welches Paket gehört und vor allem welcher und wie viel Fisch sich in dem Paket befinden.

Folienschweißgerät – damit kann man überflüssige Luft aus Gefriertüten heraus saugen, kein absolutes Muss, aber einen sinnvolle Sache um platzsparend zu packen

Kühlboxen/Styroporkisten –auf der Hinreise dienen sie dem unterbringen von Speisen und Getränken, später dem sicheren Heimtransport der Beute. Am besten die Kisten gleich in die Tiefkühltruhe stellen und dann die einzufrierenden Fisch in den Kisten platzieren.

Technik auf dem Boot


Echolot – Eines der wichtigsten Hilfsmittel für den ambitionierten Angler und nicht mehr wegzudenken im Meeresangelsport. Es hilft die genaue Tiefe zu ermitteln, markante Stellen wie Löcher, Berge oder Plateaus zu finden.  Als extra  Sicherung, kann ein Tief-bzw. Flachwasseralarm eingeschaltet werden. Ebenso ist es teilweise möglich Fische oder Fischschwärme zu lokalisieren.

Manche Geräte verfügen über einen integrierten Kartenplotter, dieser ermöglicht es Stellen punktgenau anzufahren oder „Hot Spots“ wo sich Fische aufhalten digital zu markieren. Ebenso dient ein solches Gerät zur Orientierung, so findet man nicht nur seine Angelstellen wieder, sondern auch den heimatlichen Hafen bei aufkommenden Nebel oder Schlechtwetter.

Beide, also Echolot ohne Plotter und mit Plotter, haben wir in unserem Verleihangebot.

Handy – jeder besitzt heutzutage mindestens eines davon. Dieses sollte sich aufgeladen, wasserdicht verpackt in greifbarer Nähe befinden. Und als wichtigsten Aspekt, die Nummer der Seenotrettung sollte gleich gespeichert werden und sich bestenfalls auf einer Kurzwahltaste befinden.
Ladegerät nicht vergessen!

Bekleidung


Schwimmanzug – Hier geht es um das Thema Sicherheit! Sicher erfüllt ein Regen-oder Thermoanzug auch den Effekt einen trocken und warm zu halten, aber Auftrieb bietet nur ein Schwimmanzug/ Floatation. Egal ob als Ein- oder Zweiteiler, sie halten trocken, warm und im inneren einen solchen Anzuges befindet sich ein Schaum, welcher einer ins Wasser gestürzten Person, einen gewissen Auftrieb verleiht. Zusätzlich zu solch einem Anzug  muss aber noch eine Rettungsweste getragen werden. Diese ist auf Booten Pflicht. Egal ob die klassische orange Feststoffweste oder eine Automatikweste, angelegt muss sie sein und nicht als Sitzkissen dienen…

Schuhwerk – wasserdicht und warm sollte auch dieses sein. Gummistiefel, Thermostiefel oder Boots sind hier die erste Wahl. Bedenkt die Schuhe nicht zu klein zu wählen da meist noch dicke Socken oder Neoprensocken angezogen werden. Ebenso verhindern zu enge Schuhe die Luftzirkulation, so dass Kältebrücken entstehen können, und sind die Füße erst mal kalt, friert auch bald der Rest des Körpers.

Unterwäsche
– Funktionsunterwäsche, besonders an kalten Tagen wichtig, sie dient dazu den Körper zu wärmen und gleichzeitig Feuchtigkeit vom Körper weg zu transportieren.

Handschuhe/Mützen nicht nur im Winter nützliche Utensilien, sie Schützen empfindliche Körperteile vor Kälte, Sonne, Wind etc.

Sonnenbrille – Auch ohne das die Sonne direkt scheint, reflektieren die Sonnenstrahlen im Meer. Mit einer Polarisations-oder Sonnenbrille werden die Augen geschont und das angeln bleibt ein Vergnügen.

Hygieneartikel und Reiseapotheke


Sonnencreme – Vor allem im Frühjahr und Sommer brennt die Sonne teilweise gnadenlos und wird durch die Wasserreflektion noch verstärkt. Also vor jeder Ausfahrt gut eincremen, vor allem der Gesichtsbereich mit Ohren und Nase, ebenso die Handaußenflächen. Des weitern empfehlenswert sind spezielle Lippenpflegestifte mit Lichtschutzfaktor. Wenn man sich doch mal verbrennt, Apres-Sun-Lotion nicht vergessen.

Hautcremes – auch diese sollten nicht vergessen werden, sie dienen zum Schutz der Haut und spenden Feuchtigkeit.

Sonstige Hygieneartikel - das heißt alles was man auch zu Hause benötigt, Rasierer + Creme, Zahnpasta usw.

Reiseapotheke – etwas gegen Reiseübelkeit, Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen sollte mit dabei sein. Genauso wie ein kleines Erste Hilfe – Set, bestehend aus Schere, wasserdichtem Pflaster, Mullbinden, sollte dabei sein, dieses am besten auch mit aufs Boot nehmen.

Sonstiges


Kamera – damit der Urlaub lange in Erinnerung bleibt, den Fotoapparat nicht vergessen, Film oder genügend Speichermedium sollte vorhanden sein genau wie Ersatzbatterien bzw. Ladegerät. Genau wie euer Handy verpackt ihr das ganze natürlich wasserdicht in spezielle Beutel oder Boxen (z.Bsp. Peli-Boxen).

Spiele – wenn einen das Wetter doch mal zwingt drinnen zu bleiben, dann kann man mit einem Brettspiel oder einer Runde Karten die Langeweile vertreiben.

Verpflegung – Speisen und Getränke werden von den meisten Norwegenbesuchern aus Deutschland mitgebracht. Bitte informiert euch über geltende Zollbestimmungen! Vor allem bei Alkohol nehmen es die Norweger streng, zu viel importierter Alkohol wird vernichtet und eine nicht unerhebliche Geldstrafe reißt ein Loch in die Urlaubskasse.

Reisepass/Ausweis/Papiere/Tickets – kontrolliert vor Abfahrt ob und wie lange eure Pässe etc. noch Gültigkeit haben. In Norwegen reicht es einen Personalausweis mitzuführen.

Vor der Abreise bitte auch noch einmal genau schauen ob alle Tickets am Mann sind, egal ob Fähr- oder Flugtickets auf den heimischen Küchentisch nützen sie keinen etwas.

Versicherung – Eine Reiserücktrittsversicherung kostet ein wenig Geld, aber im Falle des Falles bleibt ihr nicht auf den Reisekosten sitzen. Ebenso bieten viele Versicherungen, zusätzliche Auslandsversicherungen für ein paar Euro jährlich an.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache, wir sind Gast in einem fremden Land, also haben wir uns auch wie solche zu Verhalten. Wir würden es auch nicht gut heißen, wenn „Horden“ von Norwegern zu uns kommen und sich daneben benehmen.

Dazu gilt es auch die 15 Kilogramm Grenze für die Ausfuhr von selbstgefangenen Fischfilet zu respektieren! Wenn man zum Beispiel als 4-köpfige Familie nach Norwegen reist, dürfte man 60 kg Filet mit nach Hause nehmen, das sollte doch ausreichend sein, oder?

Leute die nach Norwegen fahren um „tonnenweise“ Filet mit nach Deutschland zu schleppen, haben unserer Meinung nach nichts in Norwegen verloren! Und auch das Strafmaß für solche Delikte ist erhöht worden!
Jetzt bleibt uns nichts anderes zu sagen wie

Petri Heil und eine Menge Spaß in Norwegen, wünscht euer Mehrprofi-Team!